Seelandschaft in der Musik

In der Natur gibt es kaum etwas Schöneres und Majestätischeres als das Element Meer. Ständig wechselnd, grenzenlos, verführerisch in die Ferne, schillernd in verschiedenen Farben, klingend - es zieht an und fasziniert, es ist erfreulich, darüber nachzudenken. Das Bild des Meeres wurde von Dichtern gesungen, Künstler malten das Meer, die Melodien und Rhythmen seiner Wellen bildeten die musikalischen Linien vieler Komponisten.

Zwei symphonische Gedichte über das Meer

Die leidenschaftliche Faszination des französischen Impressionisten C. Debussy für die Schönheiten des Meeres spiegelte sich in einer Reihe seiner Werke wider: "Die Insel der Freude", "Sirenen", "Segel". Das symphonische Gedicht "Das Meer" wurde von Debussy fast aus dem Leben geschrieben - beeindruckt von der Betrachtung des Mittelmeers und des Ozeans, wie der Komponist selbst zugab.

Das Meer erwacht (Teil 1 - „Von der Morgendämmerung bis zum Mittag auf See“), Meereswellen plätschern sanft und beschleunigen allmählich ihren Lauf. Die Sonnenstrahlen lassen das Meer in hellen Farben funkeln. Dann folgen Sie den "Spielen der Wellen" - heiter und fröhlich. Das kontrastreiche Ende des Gedichts - „Der Dialog von Wind und Meer“ - zeichnet eine dramatische Atmosphäre, in der beide Elemente der Wut herrschen.

Seestück in den Werken von M.K. Der litauische Komponist und Künstler Churlionis ist in Klang und Farbe vertreten. In seinem symphonischen Gedicht „Das Meer“ spiegeln sich die bizarren Veränderungen des Meereselements auf flexible Weise wider, jetzt majestätisch und ruhig, jetzt düster und hektisch. Und im Zyklus seiner Bilder "Sonata of the Sea" trägt jede der 3 Kunstleinwände den Namen von Teilen der Sonatenform. Darüber hinaus übertrug der Künstler nicht nur die Namen auf die Malerei, sondern baute auch die Logik der Entwicklung des künstlerischen Materials nach den Gesetzen des Dramas der Sonatenform auf. Das Bild "Allegro" steckt voller Dynamik: rasende Wellen, funkelnde Perlen und Bernsteinspritzer, eine Möwe fliegt über dem Meer. Das mysteriöse "Andante" zeigt eine mysteriöse Stadt, die am Meeresgrund gefroren ist und langsam ein Segelboot versenkt, das in der Hand eines imaginären Kolosses stand. Das majestätische Finale ist eine harte, riesige und ungestüme Welle, die über kleinen Booten hängt.

Genrekontraste

Seascape ist in allen existierenden Musikgenres präsent. Die Anzeige in der Musik des Meereselements ist ein integraler Bestandteil von N.A. Rimsky-Korsakov. Seine Symphonische Szene "Scheherazade", die Opern "Sadko" und "The Tale of Tsar Saltan" sind voller wunderschöner Meeresbilder. Jeder der drei Gäste in der Oper "Sadko" singt über sein Meer, und es scheint kalt und gewaltig zu sein - im Warjag, der jetzt geheimnisvoll und sanft in der Gastgeschichte aus Indien schwingt, spielt man dann mit strahlenden Highlights vor der Küste Venedigs. Es ist interessant, dass die Charaktere der vorgestellten Operncharaktere überraschenderweise den Bildern des Meeres entsprechen, das sie gezeichnet haben, und dass die in der Musik geschaffene Meereslandschaft mit der komplexen Welt menschlicher Erfahrungen verflochten ist.

A. Petrov ist ein berühmter Meister der Filmmusik. Keine Generation von Kinogängern liebte den Film "Amphibian Man". In vielerlei Hinsicht verdankt er seinen Erfolg der Musik hinter den Kulissen. A. Petrov fand saftige musikalische Ausdrucksmittel, um ein Bild des mysteriösen Unterwasserlebens mit all seinen leuchtenden Farben und sanften Bewegungen der Meeresbewohner zu schaffen. Stark kontrastiert mit der Meeresidylle rebellischer Erdgeräusche.

Das schöne, grenzenlose Meer singt sein ewiges, wundervolles Lied und, eingeholt vom kreativen Genie des Komponisten, erhält es neue Facetten des Seins in der Musik.

Sehen Sie sich das Video an: Empfindungen vor Friedrichs Seelandschaft Heinrich von Kleist (Oktober 2019).

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